Meine elektrische Zahnbürste kann es schon immer, mein Smartphone seit einiger Zeit. Dann sind da noch meine Drahtlos-Kopfhörer, die kein Ladekabel mehr kennen und auch mein Tablet lässt sich drahtlos laden. Höchste Zeit also meine DC 24 in die 20er Jahre zu katapultieren.

Drahtlosladen ist ansich ja der Highend-Liga der Konsumgeräte voprbehalten, so stellt es sich zumindest derzeit noch dar. Die DC24 zählt sich auch nicht gerade zu den Billigsendern, daher würde ihr ein solches Feature auch gut stehen.

Genau das hat mich dazu bewogen, meine DC24 künftig auch so zu laden.

Nun ganz ohne Kabel geht es nun nicht. Basis für die Modifikation sind Nachrüst-Adapter, die Standard-Smartphones in die Lage versetzen, auch drahtlos zu laden. Genau so eine Folie mit Anschlusskabel nutze ich bei meinem Smartphone.

So eine Folie habe ich dahingehend modifiziert, dass statt des USB-Anschlusses ein passender Hohlstecker angeschlossen werden kann. USB wäre zwar auch möglich gewesen, jedoch brauche ich die USB-Buchse am Sender für den Datenaustausch der Logdaten nach dem Flugtag.

Diese modifizierte Folie wurde auf die Unterseite des Sendergehäuses geklebt, damit Sender und Senderkoffer keine Kabelverbindung benötigen, die ich sicher im Eifer des Gefechtes oft genug übersehen würde, was nicht zielführend für die Senderlebensdauer wäre.

Im Senderkoffer selber habe ich das Gegenstück des Drahtlos-Ladeadapters in einer speziell dafür gefrästen Sperrholzhalterung platziert. Der Ladeadapter musste vorher natürlich seines gewohnten Gehäuses beraubt werden. Der Micro-USB-Anschluss wurde dank des am anderen Adapter abgelöteten Anschlusskabels adaptiert.

Fehlt nur noch die Stromversorgung von außen. Hier schätze ich Magnetstecker sehr, weil die auch Fehler verzeihen, wenn man sie mal vergessen sollte. Leider sind diese hierzulande schwer zu finden, weshalb AliExpress hier Lieferant war.

Das entsprechende Loch (8mm Durchmesser) wurde hierfür an einer vom Einbaupolster verdeckten Stelle gebohrt und das Kabel zum Ladeadapter geführt.

Abschließend wurde der Ladeadapter noch mit einer Folie geschützt und mit der serienmäßigen Schaumstoffabdeckung kaschiert. Somit ist die Modifikation, mit Ausnahme des winzigen Steckeranschlusses nicht zu erkennen.

Der abschließende Test war sehr zufriedenstellend. Die Ladung kann von außen über ein einfaches USB-Multimeter überwacht werden. Jeti hat es so schlau gelöst, das bei anliegender Spannung an der Ladebuchse, der Sender kurz einschaltet. Erfolgt innerhalb von 5 Sekunden keine Aktion, schaltet der Sender wieder ab und der Ladevorgang wird unbeeindruckt fortgesetzt. Volle Senderakkus werden durch die rote und grüne LED angezeigt.

Um den Stromverbrauch zu minimieren überlege ich noch ein Timer-Netzteil einzusetzen, das nur für ein paar Stunden nach der Aktivierung Strom liefert. Das werde ich in den nächsten Wochen entscheiden, je nach Erfahrung.

Ich bin mit dieser Lösung sehr zufrieden und kann so sicherstellen, dass ich immer einen voll geladenen Sender vorfinde. Solche Lösungen erwarte ich zukünftig serienmäßig in Fernsteuer-Sendern. Erst recht wenn sie sich selber im Premium-Segment sehen. Der Aufwand dazu ist doch extrem überschaubar.

Wenn es jetzt noch eine Möglichkeit gäbe, die Logdaten daheim in der Werkstatt drahtlos mit dem Heimnetzwerk zu synchronisieren.

 

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