Es war noch jede Menge Kleinkram, der erledigt werden musste, bevor der Gedanke in Richtung Erstflug gehen kann. Da wäre einerseits die komplette Fertigstellung der Haube samt Cockpitausbau aber auch noch jede Menge andere, zeitraubenden Kleinigkeiten. Aber es ist geschafft.

Als einziges Zukaufteil für den Cockpitausbau wurde ein Gurtsatz mit Metallbeschlägen beschafft und montiert. Die Verbindungen wurden mit Heißkleber geklebt und die Nähte mit silberem Edding (780) imitiert. Die Sitzauflage hab ich selber genäht und leich aufgepolstert mit Steppfutter. Der Steuerknüppel entstand im 3D-Drucker mitsamt dem Balg.
Die meiste Arbeit ging aber in das Instrumentenbrett, das komplett selbst erstellt wurde aus vorhandenen Grafiken.
Dazu wurde die Kontur der Instrumententafel abgenommen, eingescannt und in CorelDraw vektorisiert. Danch die Instrumente platziert und im letzten Schritt die Zeichnung dupliziert und das Duplikat soweit im Objektumfang reduziert, dass nur noch die Fräsrelevanten Objekt vorhanden waren. Das wurde dann für die Fräse aufbereitet und ausgefräst.
Die Instrumentenseite wurde mit dem Farblaser ausgedruckt und einlaminiert, damit der Effekt der Schutzgläser entsteht und die Farben geschützt sind. All dies wurde dann mit vorhandenen M2 Schrauben (hatte keine kleineren griffbereit) zusammengesetzt und von hinten am Instrumentenpilz festgeschraubt.
Der Haubenrahmen wurde vor der Montage der Cockpitteile mit Haftgrund vorbehandelt und anschließend mit Granit-Effektspray lackiert. Dann wurden der Steuerknüppel sowie das Sitzpolster befestigt. Die Gurtenden wurden durch zuvor erstelle Schlitze nach außen geführt und festgeklebt. Damit sind auch kleine "Lüftungsöffnungen" vorhanden.
Dann galt es noch die Haube zurechtzuschneiden. Ich hasse diesen Arbeitsschritt. Fast einen ganzen Abend lang galt es immer wieder Maß zu nehmen, anzuzeichnen und vorsichtig den Überstand abzuschleifen - Puh.
Zum Schluss wurde die Haube mit einem holzleimähnlichen Kleber auf den Rahmen geklebt.

Die Haube wird vorne über einen auflaminierten GfK-Streifen fixiert und seitlich wie hinten über kleine Powermagnete. Das sollte halten.

Nach vielen weiteren Kleinigkeiten wie den Servoschachtabdeckungen, die an der Innenfläche mit selbst geplotteten Folienabdeckungen in der Originalfarbe realisert wurde war noch die Verkabelung fertig zu stellen. Auch Spaltabdeckband hab ich noch am Seiten- und Höhenruder angebracht. An den Flächen erachte ich das wegen der winzigen Spalte als nicht erforderlich.

Dann wurde das Modell aufgebaut und der empfohlene Schwerpunkt von 110mm mit der Schwerpunktwaage eingestellt. Leider musste ich rund 50g Wolframballast in das Heck einbauen um den vorgebenen Schwerpunkt zu erreichen. Das ist vermutlich dem großen Akku und dem nur grob einberechneten Cockpitausbau geschuldet.

Danach ging es auf die Waage. Die ASH 26 ist ein ganz schön schwerer Brocken, bringt sie doch einsatzbereit rund 9,8kg auf die Waage.

Nun steht der Erstflug aus, der voraussichtlich am Wochenende erfolgen wird. Ich bin gespannt.

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