Mit einem 400W Netzteil kann man sicher keine E-Schlepper oder Helipiloten hinterm Ofen vorlocken. Für den "normalen" Modellflieger im Bereich von 3s bis 8s Akkus ist das aber schon eine ordentliche Hausnummer. Daher hab ich mir das brandneue SP 2417 des chinesischen Herstellers ISDT gekauft.

 

Das Teil wurde gestern geliefert und gleich ausgepackt. Die Überraschung war nicht schlecht. Das Ding ist viel kleiner, als ich es mir vorgestellt habe und in ein sehr schickes Metallgehäuse verpackt.

Über ein Kaltgerätestecker-Netzkabel wird es mit Netzspannnung versorgt. Auf der Rückseite befindet sich dazu auch noch ein Schalter, damit das Netzteil bei Nichtgebrauch komplett abgeschaltet werden kann. Das freut die Stromrechnung.

Zwei USB-Buchsen mit jeweis 2A Ausgangsstrom befinden sich auf der Vorderseite (Stirnseite) des Netzteils. So wie es sich darstellt sind es aber normale USB-Ausgänge und keine Quickcharge-fähigen, was aber noch genau überprüft werden muss. Dies wäre für ein schnelles Laden des Smartphone sicher eine schicke Sache.
Einen weiterer Wermutstropfen, der aber zu verschmerzen ist, stellt die Buchse dar, die die 24V Ausgangsspannung bereitstellt. Einerseits ist sie auf der Rückseite beheimatet was meiner Ansicht nach nicht wirklich ergonomisch ist. Zudem weicht sie vom "ISDT-Standard" XT60 ab und ist als IC3 Buchse (also eine schlaue EC3 Buchse mit BattGO Zusatzkontakt) ausgeführt. Ich spekuliere ein fach mal dahingehend, das diese Netzteil demnächst auch bei Speckdrum zu finden ist, da deren Schlaue "Smart"-Technologie ja aus der Feder von ISDT stammt und lediglich die EC-Stecker verwendet statt der sehr verbreiteten XT-Serie. Kompatibilität ist offenbar ein Fremdwort für einige Hersteller.
Dank vorhandener XT90i Stecker konnte ich mit überschaubarem Aufwand selber ein schlaues BattGO-Stromversorgungskabel zwischen Netzteil und T8-Lader löten, sodass beide Geräte über den Zusatzkontakt im Stecker miteinender kommunizieren können. Das war ein Grund für die Entscheidung für das SP 2417.

Ich erspare mir hochwissenschaftliche Messungen. Die Hauptaufgabe eines Netzteils ist die Bereitstellung einer Versorgungsspannung mit einer gewissen Leistung. Und das haben erste Test bestätigt. Ein unschuldig herumliegender 6s 4500er Lipo wurde ohne Nennung von Gründen mit 2C geladen und das hat sehr gut funktioniert.
Sehr schick ist auch die BattGO-Funktionalität. Hier teilt das Netzteil dem entsprechend geeigneten Ladegerät (die mit der organgenen Eingangsbuchse) seine Eckdaten mit. Das hat im Falle meines ISDT-T8 Laders auch prima funktioniert. Ob die Limits auch beachtet werden konnte ich mangels einem geeigneten Akku noch nicht testen.

Das SP2417 ist ein sehr kompaktes, schickes Netzteil das hält was es verspricht. Der verwendete Steckertyp und dessen Positionierung ist etwas suboptimal. Das Netzteil wird in der heimischen Werkstatt seinen Dienst versehen und bei der ein oder anderen Modellflug-Ausfahrt sicher auch mit dabei sein.

Achja - das bisher verwendete 500W Meanwell-Netzteil ist keinesfalls arbeitslos. Das wird seinen Dienst künftig im neuen 3D-Drucker versehen.

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