Die Rumpfservos sind drin

Nachdem die Flächen nun flugfertig sind, geht es an den Rumpfausbau. Hier ist die Höhen- und Seitenruderanlenkung die wohl größte Baustelle neben dem Antrieb.

Die Wahl bei den Servos fiel auf die KST MS 320. Die sind klein und kompakt und verfügen mit 5,5kg/cm über genügend Kraft auch in Extremsituationen die Ruder noch zu bewegen. Das Seitenruderservo hat leider etwas Spiel, das kann ich jedoch verschmerzen.

Die Positionierung war so eine Sache. Eigentlich ist es vorgesehen die Servos im hinteren Bereich der Haube zu montieren, das mag ich aber nicht, weil man sich so den Zugang zur Rumpfröhre verbaut. Die Serviceklappe unterhalb der Flächen-Steckverbindung schreit förmlich nach der Unterbringung, stellt aber auch ein paar Probleme in den Raum, wegen der Flächen-Steckverbindung, die die Servohöhe beschränkt. Ich denke mit der Positionierung vor den Steckern ist ein guter Kompromiss gefunden worden, sodass die Bowdenzüge auch noch abgelängt werden können. Das dafür nötige Ruderbrettchen war dank der Mini-Kreissäge sehr schnell erstellt und die Dekupiersäge war anschließend für den Servoausschnitt verantwortlich - was wär ich nur ohne meine Proxxon Maschinchen.

Dank der tollen Bowdenzüge (GFK-Stäbe mit Kunststoff-Überzug) war die Anlenkung schnell auf die nötige Länge gekürzt.

Alles wurde dann mit endfest 300 verklebt und später die Gabelköpfe angebracht und verclipst. Hinweisen auf die Möglichkeit, dass sich die Achse der HR-Umlenkung lösen kann, bin ich mit meiner kleinen Endoskopkamera nachgegangen (Bild unten). Die Klebestelle ist auf einer Seite zwar nicht perfekt aber für die Praxis ausreichend.

Den richtigen Spinner bzw. das passende Mittelteil zu finden war nicht einfach. Da es mit den Freudenthaler-Spinnern Probleme im Zusammenspiel mit GM-Klappluftschrauben gibt (Blätter müssen nachgearbeitet werden was ich nicht mag), fiel die Wahl auf das Reisenauer System, was auch signifikant günstiger ist. Zudem kann der sehr günstige Spinner schnell im Schadensfall getauscht werden. Die Klemmbefestigung ist auch besser für die Motorwelle verglichen mit den Madenschrauben der RFM-Lösung die die Welle mittelfristig beschädigen. Als Spinner kommt die 35mm Turbospinner Variante zu Einsatz. Als Mittelteil war die versetzte 33mm Version geplant, ich bekam aber versehentlich die gerade version geliefert, die sich letzlich als besser herausgestellt hat. Es ist zwar offiziell nicht vorgesehen aber die Luftschraube liegt am besten mit dem geraden 31mm Mittelteil an, was aber Nacharbeiten am Spinner erfordert (Schraubenausschnitte erstellen). Damit habe ich einen perfekt anliegen Propeller, was man in den Bilder gut sehen kann.

Zum Abschluss wird noch der Graupner BEC-Regler, der R9 Empfänger sowie die Sensorik (GPS-Logger2 mit UniSens-E) eingebaut. Da der Regler hinter dem Akku platziert werden muss wird entweder das Reglerkabel zum Motor oder das Motorkabel verlängert, damit der Akku nicht auf dem Regler liegt. Ansonsten bietet der Rumpf jede Menge Platz.
Auf einen Angstakku werde ich bewusst verzichten, weil das Thema BEC-Ausfall in dieser Leistungsklasse extrem überschätzt wird. Der Pufferelko, der dem Regler beilag, wird am Akkueingang des R9 befestigt. Sollten sich in der Praxis Probleme mit dem BEC zeigen (Spannungsschwankungen bzw. Temperaturprobleme ergeben, kann ich diese Entscheidung ja noch einmal überdenken. Ich denke es werden viel zu viele Ängste diesbezüglich geschürt um noch mehr Sicherheitsequipment absetzen zu können.

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