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So. 15. Sep.., 09:00

Adieu ASK 18

Die restaurierte ASK 18Sie wurde über 35 Jahre alt aber am vergangenen Vatertag schlug ihre definitiv letzte Stunde. Gemeint ist die ASK 18, die mein Kumpel Arno vor vielen Jahren selber gebaut hatte und mir vor Jahren übergeben hat, damit ich gut auf sie aufpasse. Nachdem die Steckung mit 6mm Stahldrähten nicht mehr zeitgemäß war, wurde sie in den zurückliegenden Monaten komplett überarbeitet und der Wieder-Erstflug stand an - aber der Reihe nach.

Erst im vergangenen Herbst und Winter hab ich viele Stunden Arbeit in die ASK 18 investiert, um sie technisch in das 21 Jahrhundert zu katapultieren. Die Dreh-Störklappen wurden festgesetzt und verspachtelt und moderne Schempp-Hirth-Störklappen mit integriertem Antrieb wurden in die Flächen eingepflanzt. Ferner ist die Doppelsteckung mit 6mm Federstahldrähten einer einfachen 10mm Carbonsteckung mit Torsionsstab gewichen, was einen erheblichen Aufwand darstellte. Den Farbton hat die ASK 18 auch gewchselt und erschien statt in Schwefelgelb nun in strahlendem weiß (Lackierung mit 2k Lack) mit standesgemäßer Beklebung.

Auch die Technik im Rumpf wurde angepasst und die Servos fortan mit zeitgemäßen LiFePo Akkus statt den alten NiCds versorgt. Ferner flog zur Aufzeichnung der Flugdaten ein nagelneuer GPS-Logger2 von SM-Modellbau mit.

So ausgestattet und grob ausgewogen ging es also an den Start. Die Elektro Bellanca schleppte die ASK 18 auf immerhin 450m Höhe was zum eintrimmen des Modelles ausreichen sollte. Dies war vielleicht einen Tick zu hoch, da Flugmanöver nur schwer identifiziert werden können. Nach dem Schlepp, der völlig unproblematisch war, ging es ans austrimmen. Weil die Maschine im Schlepp stark wegstieg, hatte ich schon vorsichtshalber Tiefe getrimmt. Dies hatte im Segelflug zur Folge, dass die MAschine immer mehr Fahrt aufnahm und recht schnell wurde. Beim leider etwas zu forschen Abfangmanöver dann der fatale Fall: Die linke Tragfläche ist direkt hinter der neu erstellten Steckung gebrochen und das Modell taumelte aus etwa 400m unkontrolliert zu Boden. In etwa 250m Höhe löste sich auch noch die rechte Fläche aus der Steckung und der Rumpf schoss nun wie ein Pfeil zu Boden, wo er mit Rund 120km/h einschlug. Dies konnte den Telemetriedaten noch entnommen werden. Dem Betrachter bot sich ein übles Trümmerfeld. Der Rumpf ist doppelt gebrochen und das gesamte Modell somit ein Totalschaden. Auch der Empfängerakku hat einen Schlag abbekommen und war undicht, muss also entsorgt werden. Leider hat auch der GPS-Logger Schaden genommen und ist derzeit zur Sichtung bei Stephan Merz (SM-Modellbau). Die ASK18 bekam somit eine würdige "Luftbestattung". Alles brauchbare wurde ncoh dem Modell entnommen und wird sicher in anderen Modellen der Jugend Verwendung finden.

Die Begutachtung der gebrochenen Fläche zeigte, das keinerlei Holmgurt vorhanden ist. Somit wäre ein Flächenbruch, nicht zuletzt wegen des rapiden Festigkeitssprunges nach der Steckung, früher oder süäter sowieso wahrscheinlich gewesen.